Gulasch Rezepte
Gulasch Rezepte – Herkunft
Gulasch stammt ursprünglich aus Ungarn. Dort steht der Begriff Gulyás eigentlich für den Rinderhirten. Gulyás wird aber auch als Oberbegriff für lokale Eintopfgerichte verwendet. Schon im Mittelalter werden dort Fleischstücke über dem offenen Feuer gekocht. Gulasch war damals eine einfache Suppe aus geröstetem Fleisch und Zwiebeln. Es gab weder Paprika noch andere Gewürze. Erst als der Paprika mit der Entdeckungs Amerikas nach Europa kam wurde er dem Gulasch beigefügt und es entstand das ungarische Nationalgericht, Gulyas-hus.
Über Österreich kam das Gulasch im 19. Jahrhundert nach Deutschland. Die Wiener Rinds- und Saftgulasch sind Gulaschgerichte aus Rindfleisch mit Zwiebeln und edelsüßem Paprikapulver. Es ist ein typisches Wirtshausgericht in Österreich und wird gerne in den späten Morgenstunden verzehrt. In Deutschland wurde das Gulasch zuerst in der Armee populär. Die umgangsprachliche Gulaschkanone, ein Feldkochherd erfunden um diese Zeit, geht ursprünglich darauf zurück.
Gulasch Rezepte – Inhalt
Egal ob Rind, Schwein oder Hammel, jede Fleischsorte kann für Gulasch verwendet werden. Auch Hähchenstücke und Fisch werden für Gulasch heutzutage gerne genommen. Die Entscheidung obliegt also nur Ihrem Geschmack. Beim Metzger finden Sie Gulaschfleisch in der Regel fertig geschnitten. Sie können aber natürlich Gulaschfleisch selbst aus eher weniger hochwertigem Fleischbereichen wie Hals, Bauch, Brust und Haxe zurecht schneiden.
Zuzätzlich kommt in ein gutes Gulasch Rezept Zwiebeln und Gewürze, wie Wacholder oder Lorbeer. Je nach Rezept, können Sie ein Gulasch natürlich so gestalten wie es Ihnen schmeckt. Der asiatische Touch kriegt das Gulasch zum Beispiel mit Ingwer und Zitronengras. Frische Kräuter geben dem Gulasch eine mediterranen Note.
Nach dem das Fleisch mit Zwiebeln angebraten ist, wird meistens mit Brühe oder auch Rotwein abgelöscht. Weniger Flüssigkeit ist für Gulasch schmackhafter, da das Fleisch im eigenen Saft schmoren kann. Und zum Schluss kommt die Paprika. Meistens als Pulver oder Paste kommt Sie reichlich in den deftigen Eintopf.
Gulasch Rezepte brauchen Zeit
Ein gutes Gulasch Rezept braucht nicht sehr viel Aufmerksamkeit, aber dafür umso mehr Zeit. Wie lange ist von der Fleischsorte abhängig. Rind braucht am längsten, nämlich 2-3 Stunden, bis es weich ist. Putenfleisch wird hingegen schon nach einer guten Stunde mürbe und lecker.
Manche braten das Gulaschfleisch zusammen mit Zwiebeln an und löschen es wie beschrieben ab. Andere bräunen es in einer separaten Pfanne an und geben es in die Sauce dazu. Wieder andere geben das rohe Fleisch so in den Sud. Wieder ist es eine Geschmacksfrage. Wichtig ist es aber, das Fleisch bei niedriger Hitze langsam und behutsam schmoren zu lassen. Dadurch hat das Fleisch Zeit mürbe zu werden und genug Saft und Aromen einzuziehen.
Bereiten Sie Gulasch gleich in größeren Mengen vor. Ersten ist es wirklich eine zeitintensive Zubereitung, zweitens schmeckt es immerwieder aufgewärmt beinahe noch besser als nach dem ersten Kochen.
Gulasch Rezepte – Beilagen
Traditionell ist lediglich etwas Brot als Beilage für Gulasch gedacht. Mit der Zeit haben sich Kartoffeln, Reism, Nudeln, Spätzle oder Knödeln für Gulasch Rezepte bewährt. Auch grüne Bohnen und Kohl sind passende Gemüsebeilagen. Eine weniger deftige Variante des Gulaschs ist der Fischgulasch. Bei diesen Gulasch Rezepte sollten auch die Beilagen nicht zu schwer sein.